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Am 19. November 2019 wurde von den Mitgliedern des Vereins beschlossen,
den Verein

"Dein Werdersee e.V."


aufzulösen.
 
Die entsprechenden Formalitäten beim Registergericht Bremen wurden eingereicht.
 

Diese Website wird nicht mehr aktualisiert und im März 2020 vom Netz genommen.


 

 
 
 

Anmerkung von Gerhard Bomhoff, ehemaliger Vorsitzender des Vereins.

 

Es ist schade, dass in den letzten Jahren die Aktivitäten der Mitglieder immer geringer wurden, und die eigentliche Arbeit von wenigen Mitgliedern gestemmt werden musste.

 

Eine Ursache dafür war sicherlich auch, dass die Unterstützung der Stadt für den Verein seit 2017 fast völlig zum Erliegen kam.
2013 wurde dieser Verein als Verstätigung des Runden Tisches von 2012 gegründet. Der damals erarbeitete WerderseeWegWeiser (WWW) war eine Grundlage für die Arbeit des Vereins. Im WWW wurden erstmals ein Abfallkonzept, Beschilderung, sowie Grill-Reglungen und Vorschläge für Aktionen ausgewiesen.
Unterstützt wurde der Verein im Wesentlichen von der Leitstelle Saubere Stadt, deren Leiterin Frau Dr. Silke Kücker mit viel Engagement unsere/meine Arbeit überhaupt erst möglich machte. Die Unterstützung und Finanzierung von Grillscouts, Kohlscouts, Flyer, Mülltüten usw. erfolgte durch die Leitstelle. Jährlich wurde mindestens einmal zum Runden Tisch eingeladen

,

um den Verlauf der vergangenen Saison zu reflektieren. Dabei kamen Entwicklungen des Gebietes und seiner Nutzungen ebenso zur Sprache wie gegebenenfalls notwendige Veränderungen oder Ideen zur Verbesserung der Situation.


Im September 2017 verstarb Frau Küker leider plötzlich, die Stelle wurde nicht wiederbesetzt. Die von ihr bereits begonnenen Überlegungen

,

die immer wieder aufwändig zu planende und betreuende Arbeit der Scouts zur Entlastung des Vereins z. B. durch geförderte ABM-Kräfte o. ä. zu ersetzen, wurden nicht weiterverfolgt.


Nach der Umstrukturierung der Stadtreinigung fühlte sich niemand mehr zuständig. Der Runde Tisch wurde nicht mehr einberufen. Die Hoffnung, dass der neugeschaffe Ordnungsdienst sich auch auf das Gebiet des Werdersees ausweiten würde, erfüllte sich nicht. Die verspätete Aufstellung der Müllcontainer 2019 und der auf der neuen Website der Bremer Stadtreinigung unter Projekte aufgeführte  auf den angeblich jährlich stattfindenden Runden Tisch sind ein Indiz für das Chaos, dass offenbar noch in der neuen Behörde besteht.

 

Aber nicht nur das Versagen der Behörde ist Grund für die Auflösung. Auch der neue Zeitgeist im Beirat Neustadt machte es mir schwer, die Ziele des Vereins unter § 2 der Satzung zu verfolgen.
 

Zweck des Vereins ist die Förderung des Naturschutzes und der Landschaftspflege im Bereich des Erholungsgebietes Werdersee. Die natürlichen Lebensgrundlagen für eine vielfältige Pflanzen und Tierwelt sowie Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft sollen erhalten, langfristig gesichert und verbessert werden.

 
Diesen Zweck zu erfüllen bedurfte es besonders auch der Unterstützung des Stadtteilbeirates. Das Engagement des Vereins wurde zwar immer wieder gelobt, aber als es darum ging, eine eventuell unpopuläre Entscheidung bezüglich der Einschränkung der Grillstellen am Deichschart zu verfolgen - übrigens nicht von mir, sondern von der zuständigen Behörde gefordert - wurde lieber dem Mainstream der "Verballermannisierung" des Erholungsgebietes nachgegeben und die Ausweitung abgelehnt.

 

Diese Beiratsentscheidung führte letztlich auch zu meinem Rücktritt.

 

Die statt des Grillverbotes angekündigte Verbesserung der Infrastruktur am Deichschart ist nicht erfolgt. Stattdessen befürwortete der Beirat leichtfertig ohne sich groß um Alternativen zu kümmern, einem neuen Betreiber des Kiosks aus finanziellen Gründen den Verkauf von Wein und Bier an diesem sowieso problematischen Ort zu gestatten. Das hätte die Probleme an dieser Stelle, besonders der Anwohner, nochmals erhöht. Nur durch großes Glück wurde der Beschluss nicht umgesetzt. Der Verein "FARM", der offenbar ohne den Verkauf von Alkohol auskommt, bekam von der Stadt den Zuschlag zum Betreiben des Kiosks.
Im Nachhinein lässt sich feststellen, dass die Probleme am Werdersee in den 7 Jahren durch die Arbeit des Vereins nicht gelöst werden konnten, zumindest sich aber nicht noch vergrößert haben.
 
Die Anzahl der Nutzer des Erholungsgebietes wird sich durch die geplanten Wohnungen (Gebiet des Scharnhorst Kasernengeländes) bzw. im Bau befindlichen Wohnungen (Gartenstadt Werdersee) weiter erhöhen.
Somit werden noch mehr Menschen dieses Gebiet aufsuchen

,

und die Probleme für Anwohner und Nutzer werden nicht weniger werden.
 
Ich hoffe für den Werdersee, dass sich kluge Leute finden, die sich den kommenden Herausforderungen annehmen, damit das mühsam Erreichte nicht wieder zerstört wird und die 7 Jahre nicht umsonst waren.
 

Gerhard Bomhoff